06. März 2014 – SIDO – Entertainer, Rapper und Musiker machte HALT in Bielefeld, auf seiner #SIDOTOUR2014.

Im Ringlokschuppen zeigte er vor 2000 begeisterten Fans, was es heißt altes und neues gekonnt zu vermischen.

Heraus kam ein tolles Konzert und viele tolle Fotos.

Sido, ehemaliger Maskenträger und selbsternannte Goldzunge, faszinierte im März 2014 rund 2000 Bielefelder im restlos ausverkauften Ringlokschuppen. Neben fast allen Songs seinen aktuellen Albums 30-11-80, welches sein Geburtsdatum darstellt, gab es auch massig alte Songs zu feiern. Nicht nur “Schlechtes Vorbild”, sondern auch “Testament” und “Arschf*cksong” wurde “gespielt”. Neben Bass Sultan Hengzt, seinem langjährigen Kumpel und Rap-Kollegen, gab es einen tollen, ruhigeren Gegenpol. Mark Foster, bis dato eher im Verborgenen, spielte brillant am Klavier und sang u.a. “Steine” mit Sido zusammen. Ein toller Mix aus deftigen und sehr ruhigen Momenten ließ dieses Konzert abwechslungsreich und spannend erscheinen. Das Bühnenbild selbst war ebenfalls ein Hingucker. Das Konzert begann mit einem fast 10-minütigen Trailer über SIDOs Weg in die Hölle und einer Befragung durch Moritz Bleibtreu. Kurt Krömer wurde ebenfalls gezeigt, der als “CHEF” ihn wieder nach oben schickte, um etwas gut zu machen. Dann fiel der Vorhang und SIDO kam auf die Bühne. “Es wird höchste Zeit, dass ich mich mal wieder melde”, ließ er verlauten. Ein Kracher, der die Massen zum Ausrasten brachte.

(C)TimoBlaschke.de2014_SIDOTour2014_WW_k-40Die LIVE Band harmonierte prima, sowohl in den rhythmischen als auch ruhigen Passagen, und gerade in ruhigen Momenten (“Testament”) wurde es lichtmässig sehr spottig und zentriert. So richteten sich alle Blicke auf SIDO, der auch hier sein Testament live präsentierte.

Kurzer Exkurs und Dauerthema: Gespannt warteten manche auf die stetig wechselnden Rap-Parts, in dem er einige seiner ehemaligen Rap-Kollegen aus einem live vorgetragenen Testament heraus schrieb und nun teilweise wieder hinein nahm. So wurde Rapper FLER ebenfalls genannt. Auf dem MTV Unplugged wurde er noch herausgenommen (“Fler bekommt nix, tja da muss ich euch enttäuschen, er hat doch alles was er braucht bei seinen neuen Freunden”-Anspielung auf den Wechsel zu Bushido und dem Kollaborations-Album BMW). Dieses Mal jedoch wurde er wie in der Original-Version genannt und stattdessen wurde Alpa Gun von der Liste gestrichen. Ein Hin und her, welches jedoch, wenn man die “Rap-Historie” kennt, sicherlich nachzuvollziehen wäre. Dieses aber nur am Rande.

(C)TimoBlaschke.de2014_SIDOTour2014_50MM_k-9Seis drum. Dem Konzert tat es kein Abbruch und ebenso cool wurde die kleine “Raucheinlage” von begeisterten Feierchören begleitet. Das SIDO neben seiner Mikrophone-Technik durchaus auch am Klavier etwas kann, zeigte er,  als er drei Klassiker anspielte. Neben “Hits from the Bong” gab es auch “Still D”, welche von fanatischem Beifall begleitet wurde. Für Jung und Alt war alles dabei. Helge Schneider wurde natürlich nicht vergessen – er wurde zugeschaltet per Leinwand und rappte seine Parts passend zu den Beats von “Arbeit”. Eine kleine, witzige Anekdote, die zeigt, dass das alles ruhig mit einem Augenzwinkern zusehen ist.

(C)TimoBlaschke.de2014_SIDOTour2014_WW_k-38Zusammenfassend kann man sagen:
Die Fans kamen auf ihre Kosten und als besonderes Highlight gab es einen Heiratsantrag. Vorm Tourauftakt hat SIDO per Twitter und Facebook zu dieser Aktion aufgerufen und entsprechend Leute gefunden die in ihren Städten jeweils diesen Akt LIVE auf der Bühne vollziehen wollen und gemacht haben. Es war sicherlich nicht nur für die Zuschauer sondern auch für die beiden auf der Bühne ein unvergesslicher Moment.

Da bleibt nur noch zu sagen (auf den Aufruf SIDOs nach dem er ein Pinnchen in die Höhe hielt und rief: PROST LEUTE): “Prost, SIDO!”

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